Eine weibliche Führungskraft, 42 Jahre, Leiterin eines Teams im Controlling, suchte Unterstützung für folgende Problemstellung: sie war vor 6 Monaten zur Leiterin des Teams befördert worden, in dem sie selbst als Teammitglied viele Jahre aktiv war. Mit den meisten Mitgliedern des Teams hat sie über die Jahre ein nahezu freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. Es gibt jedoch  einen Kollegen, der sich seit der Beförderung merkwürdig verhält: Er hat sich stark zurückgezogen, achtet streng auf die Einhaltung formaler Wege und beäugt sie in Besprechungen kritisch. Sie hat den Eindruck, dass er auf Fehler ihrerseits wartet, um sie dann „in die Pfanne zu hauen“. shutterstock_230809084Das verunsichert sie sehr, zumal sie auch eine gewisse Reserviertheit der anderen Teammitglieder spürt. Darüber hinaus setzt sie ihre Chefin unter Druck, die anstehenden Umstrukturierungen von Aufgaben und Prozessen auf den Weg zu bringen. Das trägt seit einigen Wochen neben ihren privaten Problemen zu schlaflosen Nächten bei.

Die Balance – beruflich, privat, persönlich – ist in Schieflage

Zusätzlich zu ihren beruflichen Problemen hat sie mit ihrer pubertierenden Tochter immer wieder Auseinandersetzungen, die sie viel Kraft und Energie kosten. Sie fühlt sich zunehmend erschöpft, kann sich auch am Wochenende nicht mehr wie früher regenerieren.

So ist sie also zur Hausärztin gegangen, die ihr einen Burnout bescheinigt hat. Mit einer Krankschreibung für 14 Tage und einem Rezept für ein Psychopharmaka findet sie sich zu Hause wieder und ist völlig irritiert.

Beim Lesen des Beipackzettels bekommt sie es mit der Angst vor den Nebenwirkungen zu tun. Sie beschließt, das Präparat nicht einzunehmen und doch lieber die vom Unternehmen angebotene Coaching-Hotline zu kontaktieren – ein Anruf, vor dem sie sich bis jetzt gescheut hatte.

Der Anruf bei der Coaching-Hotline lohnt sich

In der ersten „face-to-face“-Coaching-Einheit werden die beruflichen, privaten und persönlichen Problemstellungen konkret sortiert sowie für jedes Feld ihre persönlichen Ziele formuliert.

In den folgenden Coaching-Einheiten werden Maßnahmen entwickelt, die dann in Folge umgesetzt werden. Zur Klärung der beruflichen Konflikte suchte die Klientin im ersten Schritt das offene Gespräch mit ihrer Chefin. Im Ergebnis wurde ein Führungswechsel-Workshop vereinbart, der zu einer Klärung von Erwartungen und Rollen des Teams und der Teamleiterin führte. shutterstock_174539204Der „kritische“ Kollege hatte sich tatsächlich Hoffnung auf den Job als Teamleiter gemacht. In einem Gespräch zu dritt zwischen ihm, Teamleiterin und Chefin findet eine Konfliktklärung statt, die eine erste Erleichterung bringt

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Auf persönlicher Ebene „verordnet“ sich die Klientin selbst ein Programm zur aktiven Regeneration ihrer Energien. Mit kleinen Zeitfenstern pro Woche vereinbart sie Termine mit sich selbst, in denen sie zuhause wieder ihre Yoga-Übungen machte, die ihr früher schon immer besonders gut getan hatten. Auf dem Weg zur Arbeit hörte sie über Kopfhörer bewusst ihre Lieblingsmusik, um beschwingt anzukommen. Am Wochenende verabredet sich sie mit Freunden zu gemeinsamen Aktivitäten, für die sie in den vergangenen 6 Monaten zu müde war. Im Kontakt zu ihrer Tochter erinnerte sie sich daran, dass es durchaus auch viele spannungsfreie und schöne Momente gab, und die unangenehmen buchte sie auf das Konto „Pubertät bedeutet Großbaustelle im Gehirn“ und versuchte sie nicht zu wichtig zu nehmen.

Der gesamte Coaching-Prozess umfasste 6 Einheiten und brachte für die Führungskraft, ihr Team und ihr Privatleben einen vollen Erfolg.